{"id":4835,"date":"2026-10-05T16:39:22","date_gmt":"2026-10-05T14:39:22","guid":{"rendered":"https:\/\/blog.init7.net\/?p=4835"},"modified":"2026-10-05T16:39:24","modified_gmt":"2026-10-05T14:39:24","slug":"xgs-pon-der-industriestandard","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/blog.init7.net\/en\/xgs-pon-der-industriestandard\/","title":{"rendered":"XGS-PON \u2013 der Industriestandard"},"content":{"rendered":"\r\n\r\n\r\n<section id=\"res-cat-date-block_e564a1f5937d7d2f498c2f7926f8e94c\" class=\"res-block res-cat-date py-4\" style=\"background: transparent;\">\r\n\t<div class=\"inner-container container-off\" >\r\n\r\n\t\t<div class=\"the_category_content\">\r\n\t\t\t<div class=\"the_category\"><ul class=\"post-categories\">\n\t<li><a href=\"https:\/\/blog.init7.net\/en\/story\/uncategorized\/\" rel=\"category tag\">Uncategorized<\/a><\/li><\/ul><\/div> <span class=\"d-none d-sm-block\">|<\/span> <div class=\"the_date\">05.10.2026<\/div><div class=\"the_change_date ml-sm-auto\"><\/div>\r\n\r\n\t<\/div>\r\n\t  \r\n\t<\/div>\r\n<\/section>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">von Fredy K\u00fcnzler<br><br>Lesezeit: 8 Minuten<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">XGS-PON \u2013 der Industriestandard<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Vor etwa 20 Jahren wurden die ersten zaghaften Versuche mit FTTH (Fiber to the Home) unternommen. Seither hat sich nicht nur die geografische Verbreitung von Glasfaser rasant, wenn nicht sogar exponentiell ausgeweitet, sondern auch die dazugeh\u00f6rige Technologie stark weiterentwickelt. Waren anf\u00e4nglich Bandbreiten im Megabit-Bereich \u00fcblich, spricht man heute nur noch von Gigabit oder mehr. Unser f\u00fcr Privatkunden erschwingliches Fiber7-25-Gigabit-Angebot ist seit 2021 das Mass der Dinge in der Schweiz, wenn nicht sogar weltweit.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Ethernet (AON)<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei gibt es auf dem OSI-Layer 2, also auf der Ebene der Elektronik, welche die Konnektivit\u00e4t auf der letzten Meile zwischen der <a href=\"https:\/\/blog.init7.net\/en\/how-to-read-your-oto-id\/\">Glasfaserdose (OTO)<\/a> des Endkunden und dem ersten Aggregationspunkt, dem Glasfaser-PoP sicherstellt, zwei grundlegend unterschiedliche Technologien: Ethernet (AON) und PON.<br><br>Ethernet stammt urspr\u00fcnglich aus dem Bereich der lokalen Netzwerke. Es stellt immer eine Verbindung zwischen zwei Ger\u00e4ten her und wird meist mit einem 8-adrigen Kupferkabel gesteckt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/blog.init7.net\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/claudio-schwarz-w0aMCZIW6Qc-unsplash-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-4832\" srcset=\"https:\/\/blog.init7.net\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/claudio-schwarz-w0aMCZIW6Qc-unsplash-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/blog.init7.net\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/claudio-schwarz-w0aMCZIW6Qc-unsplash-300x200.jpg 300w, https:\/\/blog.init7.net\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/claudio-schwarz-w0aMCZIW6Qc-unsplash-768x512.jpg 768w, https:\/\/blog.init7.net\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/claudio-schwarz-w0aMCZIW6Qc-unsplash-1536x1025.jpg 1536w, https:\/\/blog.init7.net\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/claudio-schwarz-w0aMCZIW6Qc-unsplash-2048x1366.jpg 2048w, https:\/\/blog.init7.net\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/claudio-schwarz-w0aMCZIW6Qc-unsplash-1300x867.jpg 1300w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-cyan-bluish-gray-color\">Bild: Ethernetkabel, Foto von <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/de\/@purzlbaum?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Claudio Schwarz<\/a> auf <a href=\"https:\/\/unsplash.com\/de\/fotos\/ethernet-kabel-w0aMCZIW6Qc?utm_source=unsplash&amp;utm_medium=referral&amp;utm_content=creditCopyText\">Unsplash<\/a><\/mark><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><br>Solche Ethernetkabel sind fast in jedem Haushalt wo ein Computer und ein Internetanschluss vorhanden ist, zu finden. Wenn mehrere Ger\u00e4te miteinander verbunden werden sollen, kommt ein Switch zum Einsatzt oder, wie es meistens der Fall ist, die Switch-Funktion des Breitbandrouters.<br><br>Ethernet funktioniert jedoch auch \u00fcber l\u00e4ngere Distanzen als die physikalische Limite des Kupferkabels, die bei 100 Metern liegt. Daf\u00fcr wird nat\u00fcrlich Glasfaser verwendet. Ebenso sind unterschiedliche Bandbreiten m\u00f6glich, im Carrier- und Datacenter-Umfeld sind es heute bis zu 400 Gigabit pro Sekunde. Noch h\u00f6here sind in der Standardisierungs-Phase. Der Vollst\u00e4ndigkeit halber sei erw\u00e4hnt, dass auch WLAN grunds\u00e4tzlich auf Ethernet basiert.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">PON<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Gegensatz dazu hat sich insbesondere bei FTTH eine andere Technologie als Ethernet durchgesetzt: PON. PON steht f\u00fcr <em>Passive Optical Network<\/em>. Das optische Glasfaser Signal wird passiv, also ohne Elektronik, auf mehrere Anschl\u00fcsse verteilt. Ethernet wird im Gegensatz zu PON manchmal als AON (Active Optical Network) bezeichnet. Unsere Kolleg:Innen bei iWay haben die Unterschiede zwischen AON und PON in ihrem <a href=\"https:\/\/www.iway.ch\/ueber-iway\/blog\/aon-pon\/\">Blog<\/a> erkl\u00e4rt.<br><br>Auch PON hat sich \u00fcber die Jahre weiterentwickelt. Das urspr\u00fcngliche PON mit Bandbreiten von unter einem Gigabit pro Sekund ist heute nicht mehr relevant. Aktuell ist GPON in vielen L\u00e4ndern weit verbreitet und erm\u00f6glicht Bandbreiten von 2,5\/1,25 Gigabit pro Sekunde (Download\/Upload). XG-PON bietet 10\/2,5 Gigabit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Doch ist bereits der n\u00e4chste Evolutionsschritt standardisiert: 25G-PON und 50G-PON sind punktuell schon verf\u00fcgbar.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">XGS-PON<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durchgesetzt hat sich der XGS-PON Standard: X steht f\u00fcr 10, G f\u00fcr Gigabit und S f\u00fcr symmetrisch. Download und Upload sind also gleich schnell mit jeweils 10 Gigabit pro Sekunde. Tats\u00e4chlich erreichbar sind etwa 80% der nominalen Geschwindigkeit. Alle namhaften Provider in der Schweiz verwenden diese Technologie. SALT hat XGS-PON im Jahr 2018 als erster Provider eingef\u00fchrt. Auch die Angebote von Yallo, Sunrise, Swisscom und auch alle aktuellen Glasfaser-Abos, die auf der Wiederverkaufs-Plattform BBCS des Marktf\u00fchrers basieren, verwenden XGS-PON.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der grosse Vorteil von PON gegen\u00fcber Ethernet (AON) sind die massiv geringeren Investitionskosten pro Anschluss. Beim Layer 2, also der Elektronik, sind es bis zu 80% weniger. Oder anders gesagt: Um einen XGS-PON-Kunden anzuschliessen, muss der Provider nur etwa einen Viertel bis einen F\u00fcnftel des Kapitals investieren. Der Nachteil: PON teilt die Bandbreite auf mehrere Kunden auf. Dies geschieht mit einem passiven optischen Splitter. Handels\u00fcblich sind Splitter zwischen 2 und 256 Anschl\u00fcssen; es ist auch m\u00f6glich, Splitter zu kaskadieren. So verwendet der Marktf\u00fchrer h\u00e4ufig 4er Splitter, die dann wiederum auf 16er Splitter gesteckt sind. Am weitesten verbreitet sind 32er Splitter. Die Netztopologie sieht damit aus wie ein Baum, der 32 \u00c4ste aufweist oder im Falle des Marktf\u00fchrers, wie ein Baum mit vier \u00c4sten, die wiederum 16 \u00c4ste haben.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der \u00f6konomische Vorteil von XGS-PON<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es d\u00fcrfte deshalb kaum jemanden verwundern, dass die meisten Provider auf das g\u00fcnstige XGS-PON setzen, denn das Kundenerlebnis ist \u00ab\u00e4hnlich\u00bb wie bei einem Ethernet-Anschluss &#8211; zumindest sind die Finanzchefs fast aller Provider dieser Meinung. Die nominale XGS-PON Geschwindigkeit von 10 Gigabit wird damit auf 32 oder mehr Kunden aufgeteilt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Selbstverst\u00e4ndlich sind auch wir bei Init7 mit diesen \u00f6konomischen Gesetzm\u00e4ssigkeiten konfrontiert. Wenn alle Marktteilnehmer \u00ab10 Gigabit\u00bb vermarkten und damit g\u00fcnstiges XGS-PON meinen, sind wir mit unserem Fiber7, das ungeteilte 10 Gigabit \u00fcber Ethernet bietet, kommerziell gesehen im Hintertreffen. So als w\u00fcrde man einen \u0160koda mit einem Porsche vergleichen. Beide haben vier R\u00e4der und ein Lenkrad. Allerdings ist das Fahr- respektive Kundenerlebnis bei Autos einfacher zu vermitteln als bei Internet-Anschl\u00fcssen und so st\u00f6rt es niemanden, dass der Porsche teurer als der \u0160koda ist.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">10 Gigabit ist nicht 10 Gigabit \u2013 oder doch?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unser Problem ist also, dass unser Premiumprodukt Fiber7, realisiert mit teurer Ethernet-Elektronik von Cisco, preislich mit den markt\u00fcblichen XGS-PON-Angeboten von Yallo, SALT und Wingo verglichen wird. Dies zu erkl\u00e4ren, war oftmals frustrierend und ist f\u00fcr preissensitive Kunden meist auch nicht relevant. Der XGS-PON-Quasi-Standard kostet um die 40 Franken pro Monat und selbst wenn die Leitung geteilt ist, reicht XGS-PON oftmals als \u00abgut genug\u00bb. Init7 hatte also im tiefen Preissegment einen Nachteil gegen\u00fcber den Marktbegleitern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Diesen Nachteil versuchten wir 2023 mit unserem Easy7 wettzumachen. Die komplett andere Positionierung als Fiber7 spricht ein Kundensegment an, das ein \u00abRundum-sorglos-Internet-Abo\u00bb sucht. Vollautomatische Router-Konfiguration, gute Qualit\u00e4t, 1 Gigabit Bandbreite und ungeteilt. Denn auch Easy7 ist, genau wie Fiber7, ist ein Ethernet-Produkt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Easy7 ist zwar erfolgreich, aber trotzdem noch teurer als die XGS-PON-Angebote der Marktbegleiter, wenn auch nur um ein paar Franken pro Monat. Doch weil Innovation tief in der DNA von Init7 steckt, haben wir uns nicht einfach zur\u00fcckgelehnt. Stattdessen haben wir zwischen Sommer 2025 und heute im Labor gewerkelt, um den Preisvorteil von XGS-PON auf die Init7-Infrastruktur zu adaptieren.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Der neue Ciena Micro OLT<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine neue <a href=\"https:\/\/www.ciena.com\/products\/pon-olt-transceiver\">OLT-Optik (Optical Line Terminal) von Ciena<\/a>, die im PoP in die bestehenden Cisco-Switch eingesteckt wird, erm\u00f6glicht es uns, granular die bestehenden Fiber7 PoPs mit der XGS-PON Technologie zu erg\u00e4nzen. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"427\" src=\"https:\/\/blog.init7.net\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/OLT-Optik-Ciena-1024x427.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-4831\" srcset=\"https:\/\/blog.init7.net\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/OLT-Optik-Ciena-1024x427.png 1024w, https:\/\/blog.init7.net\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/OLT-Optik-Ciena-300x125.png 300w, https:\/\/blog.init7.net\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/OLT-Optik-Ciena-768x320.png 768w, https:\/\/blog.init7.net\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/OLT-Optik-Ciena-1536x641.png 1536w, https:\/\/blog.init7.net\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/OLT-Optik-Ciena-2048x854.png 2048w, https:\/\/blog.init7.net\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/OLT-Optik-Ciena-1300x542.png 1300w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-cyan-bluish-gray-color\">Bild: Ciena OLT-Optik, Quelle: Ciena<\/mark><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dabei musste insbesondere die vorgegebene 24er- respektive 48er-Verkabelung (im Fachjargon: AV4 Anbindungsvariante 4) der Zentralen ber\u00fccksichtigt werden. Ziel war es, unsere XGS-PON Splitter einzusetzen, ohne die bestehende Provisionierungssoftware der FTTH Anschl\u00fcsse anpassen zu m\u00fcssen. Doch auch diese Herausforderung haben wir gemeistert. Zusammen mit unseren Lieferanten <a href=\"https:\/\/www.dnsolutions.ch\/\">DN Solutions<\/a> haben wir einen Weg gefunden, die Splitter direkt in die <a href=\"https:\/\/www.rdm.com\/de\/reference\/swisscom-variabler-netzausbau-mit-rmfoxs-odf\/\">Glasfaser-Verteil-Module<\/a> des Herstellers <br>des Herstellers <a href=\"https:\/\/www.rdm.com\/\">R&amp;M<\/a> einzubauen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jetzt sind die Labortests und Feldversuche abgeschlossen und wir sind bereit f\u00fcr den Soft Launch unseres neuen Produkts Basic7. Es vereint alle positiven Errungenschaften von Easy7 \u2013 \u00abAuspacken. Anschliessen. Surfen.\u00bb mit der kosteng\u00fcnstigeren XGS-PON Technologie. Auch der Router ist bei Easy7 und Basic7 identisch: Die FRITZ!Box 5530. Damit sind wir beim Quasi-Industrie-Standard angekommen, selbstverst\u00e4ndlich in der selben Preisklasse wie bei den Marktbegleitern SALT, Wingo und Yallo.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Basic7 ist besser \u2013 trotz XGS-PON<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die selbe Preisklasse, aber besser. Nat\u00fcrlich haben wir den Anspruch, dass auch Basic7 sich qualitativ vom Rest abhebt. Das gelingt aus zwei Gr\u00fcnden:<br><br>1. Jeder PON-Baum hat bei uns seinen eigenen 10-Gigabit-Anschluss auf dem Switch, in dem der Ciena Micro-OLT steckt. Ein PON-Baum bedient \u00fcblicherweise 24 Kunden, an einigen Standorten 32. Mehr sind es nie. Der Switch selber verf\u00fcgt \u00fcber 1 oder 2 x 100 Gbit\/s Uplink-Kapazit\u00e4t. Wir m\u00fcssen deshalb keine neue, zus\u00e4tzlich Strom verbrauchende Hardware verbauen, sondern k\u00f6nnen einfach eine Optik im bestehenden Switch tauschen und damit die XGS-PON Technologie einf\u00fchren. Dies sieht dann etwa so aus.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"627\" src=\"https:\/\/blog.init7.net\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/XGS-PON-\u2013-der-Industriestandard-1024x627.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-4830\" srcset=\"https:\/\/blog.init7.net\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/XGS-PON-\u2013-der-Industriestandard-1024x627.png 1024w, https:\/\/blog.init7.net\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/XGS-PON-\u2013-der-Industriestandard-300x184.png 300w, https:\/\/blog.init7.net\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/XGS-PON-\u2013-der-Industriestandard-768x470.png 768w, https:\/\/blog.init7.net\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/XGS-PON-\u2013-der-Industriestandard-1536x940.png 1536w, https:\/\/blog.init7.net\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/XGS-PON-\u2013-der-Industriestandard-2048x1253.png 2048w, https:\/\/blog.init7.net\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/XGS-PON-\u2013-der-Industriestandard-1300x795.png 1300w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-cyan-bluish-gray-color\">Bild: Init7<\/mark><br><br>2. Die Marktbegleiter nutzen statt den granular verwendbaren Micro-OLT von Ciena grosse OLT-Chassis, die teilweise weit \u00fcber 100 PON-B\u00e4ume \u00e0 32 Kunden bedienen. Also mehr als 3000 Kunden auf einem Ger\u00e4t, welches jedoch nur 10 bis maximal 40 Gbit\/s Uplink-Kapazit\u00e4t aufweist.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"650\" height=\"488\" src=\"https:\/\/blog.init7.net\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/ea5800-x7.png\" alt=\"\" class=\"wp-image-4645\" style=\"aspect-ratio:1.3320098619960936;width:650px;height:auto\" srcset=\"https:\/\/blog.init7.net\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/ea5800-x7.png 650w, https:\/\/blog.init7.net\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/ea5800-x7-300x225.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 650px) 100vw, 650px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><mark style=\"background-color:rgba(0, 0, 0, 0)\" class=\"has-inline-color has-cyan-bluish-gray-color\">Bild: EA5800-X7, Quelle: HUAWEI<\/mark><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die verkauften nominalen 10 Gigabit XGS-PON Anschl\u00fcsse der Mitbewerber sind damit massiv mehr \u00fcberbucht als unser neues Basic7. Dieses sogenannte Overbooking kommt bei allen Providern vor, die Frage ist deshalb: Wie viel Overbooking ist noch vertretbar? Weniger ist mehr \u2013 unser fr\u00fcherer <a href=\"https:\/\/blog.init7.net\/en\/overbooking-how-providers-divide-up-the-bandwidth\/\">Blog Artikel<\/a> geht detailliert auf die Thematik ein. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Basic7 ist also unser neues XGS-PON basierte Internet-Produkt f\u00fcr preissensitive Kunden. \u00abAll you need\u00bb, aber besser als bei den anderen. Vollautomatisch provisioniert, bestens geeignet zum Surfen und Streamen. Auch am Sonntagabend in der Primetime, wenn alle anderen ebenfalls online sind. Die bessere \u00d6konomie von Basic7 liegt in der g\u00fcnstigeren XGS-PON Technologie und bei der Verwendung von <a href=\"https:\/\/blog.init7.net\/en\/carrier-grade-nat-cgnat\/\">Carrier Grade NAT (CGNAT)<\/a>, die pfleglich mit den knappen IPv4 Ressourcen umgeht. An allem anderen haben wir nicht gespart. So k\u00f6nnen Init7-Kunden zwischen zwei Produkten w\u00e4hlen: Dem preisg\u00fcnstigen Basic7, das auf dem Industriestandard XGS-PON basiert und dem h\u00f6herwertigen Fiber7 mit 10 oder 25 Gigabit, das \u00fcber Ethernet realisiert ist und mehr technische M\u00f6glichkeiten bietet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Unser XGS-PON Rollout<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir werden Basic7 bewusst mit einem \u00abSoft Launch\u00bb und nicht mit einem grossen Knall starten. Dies ist vor allem darin begr\u00fcndet, dass die bestehenden aktuell 433 <a href=\"https:\/\/ftth.init7.net\/\">Fiber7 PoPs<\/a>  (Stand: 5. Oktober 2026) zuerst mit der neuen XGS-PON Infrastruktur erg\u00e4nzt werden m\u00fcssen. Selbstredend geht das nicht \u00fcber Nacht, auch wenn unsere Infrastruktur-Kolleg:innen von <a href=\"https:\/\/sbinstal.ch\/\">Suter &amp; B\u00e4hler<\/a> einen fantastischen Job machen und uns tatkr\u00e4ftig beim Rollout unterst\u00fctzen. Deshalb erwarten wir, dass bis Mitte 2027 an allen Standorten, wo Fiber7 erh\u00e4ltlich ist, auch Basic7 als neues Produkt verf\u00fcgbar sein wird. Easy7 wird dabei sukzessive \u00abend of sale\u00bb werden, mit der wachsenden Verf\u00fcgbarkeit von Basic7.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Aber, da war doch was mit dem Glasfaserstreit?<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Richtig. Der <a href=\"https:\/\/blog.init7.net\/en\/die-glasfaserstreit-geschichte\/\">Glasfaserstreit<\/a>, ein umfangreiches Kartellverfahren gegen Swisscom, das letztlich in einem Verbot der PON-Topologie endete. Wie passt das nun mit XGS-PON und Basic7 von Init7 zusammen?<br><br>Das ist selbstverst\u00e4ndlich eine berechtigte Frage. Entscheidend ist dabei die Unterscheidung zwischen PON auf Layer 1 und Layer 2. Auf Layer 1, also der Art der Netztopologie, ist PON respektive P2MP (Point to Multipoint) tats\u00e4chlich von der Wettbewerbskommission und den nachfolgenden Gerichtsinstanzen verboten worden. Dabei ging es im Wesentlichen um die Positionierung der Splitter. Solange diese in der Zentrale beziehungsweise im PoP installiert sind, besteht kein kartellrechtliches Problem. Eine Positionierung der Splitter in Quartieren oder einzelnen Geb\u00e4uden h\u00e4tte hingegen eine \u00abMarktverschliessung\u00bb bewirkt (Zitat aus dem Urteil im Glasfaserstreit). Die <a href=\"https:\/\/blog.init7.net\/de\/p2p-p2mp\/\">Details der beiden Netztopologien<\/a> haben wir in unserem Blog bereits fr\u00fcher beschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Entscheidet sich ein Provider also f\u00fcr XGS-PON als Technologie, die auf PON respektive P2MP basiert, dann wird die PON-Topolgie quasi auf der P2P (Point to Point) Topologie abgebildet. P2MP kann auf P2P implementiert werden, umgekehrt ist dies jedoch nicht m\u00f6glich.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">P2P erm\u00f6glicht den Technologie-Wettbewerb<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">P2P als Netztopologie ist deshalb notwendig, damit der Technologie-Wettbewerb zwischen den Providern ungehindert funktioniert \u2013 so das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts. Ohne P2P w\u00e4re Fiber7 auf Ethernet-Topologie nicht m\u00f6glich und auch Basic7 auf XGS-PON nicht, weil wir als Mitbewerber von Swisscom nicht in der Lage w\u00e4ren, selber in allen Quartieren und \u00dcberbauungen eigene Splitter zu installieren. Die Splitter m\u00fcssen deshalb in den Zentralen oder PoPs installiert sein und so hat jeder Provider die M\u00f6glichkeit, die f\u00fcr seine Zwecke optimale Technologie auszuw\u00e4hlen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">XGS-PON ist damit zum Quasi-Industrie-Standard geworden. Aus Sicht des Layer 2, also der Elektronik, spielt es keine Rolle, wo die Splitter installiert sind. Aus kartellrechtlicher Sicht jedoch schon. Der ungehinderte Wettbewerb funktioniert nur, wenn der PON-Baum einen sehr kurzen Stamm und lange \u00c4ste hat. Deshalb hat die Wettbewerbskommission einen langen Stamm und kurze \u00c4ste verboten, denn so h\u00e4tte Swisscom das Glasfasernetz monopolisieren k\u00f6nnen. Dass dies nicht passiert ist, verdanken wir unserem Sieg im <a href=\"https:\/\/blog.init7.net\/en\/die-glasfaserstreit-geschichte\/\">Glasfaserstreit<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Fredy K\u00fcnzler Lesezeit: 8 Minuten XGS-PON \u2013 der Industriestandard Vor etwa 20 Jahren wurden&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":4838,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[11],"tags":[],"class_list":["post-4835","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-uncategorized"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/blog.init7.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4835","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/blog.init7.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/blog.init7.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.init7.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.init7.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4835"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/blog.init7.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4835\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4861,"href":"https:\/\/blog.init7.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4835\/revisions\/4861"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.init7.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/4838"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/blog.init7.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4835"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.init7.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4835"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/blog.init7.net\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4835"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}